Grundsystem
Die Hauptempfangseinheit beim Satellitenempfang ist das LNB, ein Frequenzumsetzer, der mit an der Schüssel befestigt wird.
Durch die gebogene Form des Parabolspiegels werden die Signale - welche auf diesen auftreffen - zurückgeworfen und in einem Punkt vor der Schüssel - da wo sich das LNB befindet - gesammelt.
LNB ist die Abkürzung für Low Noise Block, manchmal auch als LNC - Low Noise Converter - bezeichnet. Dieser wandelt die empfangenen Signale um und leitet sie per Kabel zum Receiver bzw. zum Multischalter weiter.
Der gesendete Stream - der "vom Himmel kommt" - lässt sich auf speziellen Frequenzen mit verschiedenen Symbolraten und Polarisationen empfangen.
Unsere analoge Fernsehtechnik baut auf ein System auf, bei dem ein Video- und ein Audiosignal in einem definierten Kanalraster von einem Sender zu vielen Empfängern (Punkt-zu-Multipunkt Übertragungssystem) transportiert werden. Ergänzt wurde dieses Signal später durch einen Farbhilfsträger (System nach PAL) und einen zweiten Audiokanal (Stereoübertragung).
Diese Erweiterungen konnten nicht als echte Neuentwicklung eingesetzt werden, sondern mussten abwärtskompatibel sein. Man konnte also nicht für neue Anwendungen wie Farbe sowie Stereoton jeweils ein neues Fernsehgerät voraussetzen. Alte Geräte mussten genauso weiter funktionieren.
Dieses System baut auf ein 4:3 Seitenverhältnis auf. Es werden 833 Bildpunkte in 625 Zeilen 25 mal pro Sekunde übertragen. Das Signal kann zwischen hell und dunkel theoretisch unendlich viele Zustände aufweisen. Der Empfänger wertet diese Zustände aus, kann aber nicht zwischen Nutzsignal und Rauschen unterscheiden. Dieses Rauschen, welches auf dem Übertragungsweg und auch durch die Bauteile des Empfängers eingestreut wird, sorgt für ein verschneites Bild. Dieser Fehler wirkt sich bei Farbübertragungen sehr stark störend aus.
Empfangsfrequenzbereiche
Terrestrisch
Der ursprüngliche schmale terrestrische VHF-Frequenzbereich (Very High Frequency) wurde im Laufe der Jahre durch die Einführung von UHF (Ultra High Frequency) - BandIV/V - bis zum Kanal 69 (862 MHz) erweitert. Dieser Frequenzbereich incl. seiner Kanaleinteilung wird heute für die digitale Übertragung unverändert benutzt. Seit dem Jahr 2005 wurde die analoge Übertragung Zug um Zug abgeschalten und so konnten diese Kanäle für DVB-T verwendet werden.
Kabelnetz
Ähnliches gilt für das Kabelnetz. Ursprünglich dem terrestrischen Frequenzraster angepasst, wurde noch in der Analogzeit der Sonderkanalbereich ergänzt. Frequenzen wurden nur bis ca. 450 MHz genutzt. Nach Einführung von Digitaler Technik wurde das vorhandene Frequenzraster erst auf 606 MHz und schließend auch auf 862 MHz erweitert.
Satellit
Am Beispiel Astra mit den Satelliten A,B,C und D wurde ursprünglich ausschließlich Analog übertragen. Man sprach auch vom analogen Frequenzband (10,7 GHz bis 11,7 GHz). Mit Astra E und folgenden Satelliten wurde der Frequenzbereich von 11,7 GHz bis 12,75 GHz genutzt. Dieser neue Bereich wurde als digitales Frequenzband bezeichnet. Nach Abschaltung einiger analoger Sender wird das untere Frequenzband auch für digitale Sender benutzt. Seitdem sprechen wir vom einem unteren (LOW) und einem oberen (HIGH) Frequenzband. Dieser Umstellungsprozess ist bei Eutelsat praktisch abgeschlossen. Der Anreiz, mehrere digitale Programme statt der wenigen analogen Programme zu senden, beschleunigte die Umstellung.
DVB
Wenn von einer DVB (Digital Video Broadcasting) Übertragung gesprochen wird, gehen wir natürlich weiter davon aus, das unsere Signalquellen analog sind. Wir können also zum Beispiel nicht digital sprechen. Das gleiche betrifft unser hören. Das aufgenommene analoge Signal muss also erst in einem Analog/Digital Wandler digitalisiert werden. Nach der Übertragung wird das empfangene Signal in einem Digital/Analog Wandler für uns wieder sicht- und hörbar zurück gewandelt.
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